Investor Relations

Corporate Governance / unsere Grundsätze

Unser Corporate Governance Kodex basiert auf international und national anerkannten Standards für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Dazu gehört auch höchstmögliche Transparenz. Informieren Sie sich deshalb nachfolgend über unsere Leitlinien, unseren Risikobericht sowie unseren Bericht zur Unternehmensführung.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Gert Fisahn

Dr. Gert Fisahn

Investor Relations
  • Transparenz im Kapitalmarkt

    Die Transparenz unternehmerischer Entscheidungen hat bei Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG einen hohen Stellenwert. Ein zeitnaher Dialog mit den Aktionären der Gesellschaft, dem Kapitalmarkt und der interessierten Öffentlichkeit soll ein umfassendes Bild unseres Unternehmens liefern. Alle hierfür relevanten Unterlagen, insbesondere Quartals- und Geschäftsberichte, Dokumente zur Hauptversammlung, Adhoc-Meldungen, Pressemitteilungen, Finanzkalender, Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz und Informationen zu unseren Geschäftsbereichen werden regelmäßig und zeitnah veröffentlicht und sind auf unserer Internetseite (www.pvatepla.com) der Öffentlichkeit zugänglich.

    Zudem wird Analysten und institutionellen Investoren im Rahmen von Roadshows, Konferenzen, der Analysten- und Bilanzpressekonferenz, regelmäßigen Telefonkonferenzen und in Einzelgesprächen die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Marktpositionierung, strategische Aufstellung und die Perspektiven unseres Unternehmens zu informieren. Die entsprechenden Präsentationen sind auch auf der Website der PVA TePla für Interessenten einsehbar.

  • Aktionäre

    Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Ihre Stimmrechte können sie eigenhändig oder über Stimmrechtsvertreter gemäß ihren Weisungen wahrnehmen. Die Stimmrechtsvertreter werden vom Vorstand ernannt und im Einladungsschreiben zur Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Einladungsunterlagen veröffentlichen wir auf unserer Website.

  • Vergütungsbericht

    Vergütung des Vorstands

    Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und erfüllt die Anforderungen nach den anwendbaren Vorschriften der §§289a Abs. 2, 314 Abs. 1 Nr. 6a und b, 315a Abs. 2 HGB. Die PVA TePla AG weist in diesem Vergütungsbericht sowohl die Vergütung des Vorstands als auch die Vergütung des Aufsichtsrats individualisiert aus.

    Vorstand

    Mitglieder des Vorstands

    • Alfred Schopf (Vorsitzender des Vorstands), Vorstandsmitglied seit 2017, bestellt bis 2021
    • Oliver Höfer (Vorstand Produktion), Vorstandsmitglied seit 2013, bestellt bis 2021
    • Dr. Andreas Mühe (Vorstand Technologie), Vorstandsmitglied seit 2020, bestellt bis 2023
    • Jalin Ketter (Vorstand Finanzen), Vorstandsmitglied seit 2020, bestellt bis 2023

    Manfred Bender wurde zum Vorsitzenden des Vorstands im Januar 2021 bestellt.

    Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

    Ziel des Systems der Vorstandsvergütung bei der PVA TePla AG ist es, einen Anreiz für die langfristige und auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu schaffen. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Die erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteile gestalten sich für jedes Vorstandsmitglied unterschiedlich und sind betragsmäßig begrenzt. Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Das Aufsichtsratsplenum beschließt und überprüft auf regelmäßiger Basis das Vergütungssystem für den Vorstand und beschließt über die Vorstandsverträge. Für die Mitglieder des Vorstands gelten jeweils die folgenden Bonusregelungen:

    1. Eine kurzfristige Bonuszahlung, die sich auf einen Prozentsatz am Konzern-EBIT bemisst und betragsmäßig begrenzt ist.
    2. Eine langfristige Bonuskomponente, die sich an der Marktkapitalisierung der PVA TePla AG bemisst und betragsmäßig begrenzt ist.

    Für Alfred Schopf ist für das Geschäftsjahr 2020ff. neben dem Fixum eine am operativen Konzernergebnis (EBIT) orientierte, variable Gehaltskomponente vereinbart, die maximal die Höhe des 1,58 fachen des jährlichen Fixums beträgt.

    Für die übrigen Mitglieder des Vorstands, Oliver Höfer, Dr. Andreas Mühe und Jalin Ketter, ist für das Geschäftsjahr 2020ff. eine am operativen Konzernergebnis (EBIT) orientierte variable Gehaltskomponente vereinbart, die maximal die Höhe des jährlichen Fixums beträgt. Darüber hinaus besteht eine am Aktienkurs der PVA TePla AG auf mehrjähriger Bemessungsgrundlage orientierte, variable Gehaltskomponente, die maximal 250 TEUR beträgt. Die Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeiten vor, deren Höhe – je nach Dienstvertrag – auf bis zu zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap). Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) und der damit evtl. einhergehenden vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten sollen.

    Vergütung des Vorstands

    Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2020 1.893 TEUR (VJ: 1.323 TEUR).

    Im Geschäftsjahr 2020 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:

        Erfolgsabhängige Komponente      
    [in TEUR] Fixe Vergütung Variabel** Davon lfr.* Sonstige Bezüge Summe 2020 Summe 2019
    Schopf 260 493 0 33 786 825
    Höfer 202 330 88 15 547 498
    Ketter 87 173 88 13 273 0
    Mühe 95 181 88 11 287 0
    Gesamt 644 1.177 264 72 1.893 1.323

    *) Die Auszahlung der langfristigen Vergütung erfolgt nach einer an die Vertragslaufzeit gekoppelten Bindungsfrist unter Berücksichtigung der Marktkapitalisierung
    **) Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Auszahlung der langfristigen Komponente der Jahre 2017 bis 2020 an zwei Vorstände i.H.v. TEUR 750.

    Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2020 für das Geschäftsjahr 2019 gewährten und um die im Geschäftsjahr 2019 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge.
    Hinzu kommt die im Jahr 2020 für das Geschäftsjahr 2020 gebildete Rückstellung. Die oben dargestellten Bezüge sind, bis auf die langfristige erfolgsabhängige Vergütungskomponente, kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Für alle derzeitigen Vorstandsmitglieder bestehen keine Pensionszusagen.

    Reale Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands weder im Geschäftsjahr 2019 noch im Geschäftsjahr 2020 gewährt.

    Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Geschäftsjahr 2020 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt 133 TEUR (VJ: 119 TEUR) geleistet. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung im Konzernabschluss von 2.360 TEUR (VJ: 2.403 TEUR). Mit Blick auf den Jahresabschluss der PVA TePla AG wurden für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans im Geschäftsjahr 2020 Pensionszahlungen in Höhe von 133 TEUR (VJ: 119 TEUR) geleistet. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung im Jahresabschluss von 1.979 TEUR (VJ: 1.953 TEUR).

    Vergütung des Aufsichtsrats

    Mitglieder des Aufsichtsrats

     

    • Alexander von Witzleben, Weimar, Vorsitzender, Aufsichtsratsmitglied seit 2004, bestellt bis 2023
      Arbonia AG, Arbon/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats und CEO)

    Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

    • VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
    • KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats)
    • Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
    • Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats)
    • Artemis Holding AG, Aarburg/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
    • Prof. Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen, stellvertretender Vorsitzender, Aufsichtsratsmitglied seit 2008, bestellt bis 2023
      Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf (Partner, Mitglied des Vorstands)

    Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

    • Comvis AG, Essen (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
    • Prof. Dr. Markus H. Thoma, Schöffengrund, Aufsichtsratsmitglied seit 2014, bestellt bis 2023
      Professor für Plasma- und Raumfahrtphysik an der Universität Gießen

    Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

    • Nationales Zentrum für Plasmamedizin e.V. (Mitglied im Kuratorium)

    Grundzüge des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat

    Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in §14 der Satzung der PVA TePla AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine jährliche Festvergütung in Höhe von insgesamt 25 TEUR (zuzüglich etwaig geschuldeter Umsatzsteuer), die nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres zu zahlen ist. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2-fache, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats das 1-fache der vorstehenden festen Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Erfolgsabhängige Bestandteile sind in der Vergütung des Aufsichtsrats nicht enthalten.

    Vergütung des Aufsichtsrats

    Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt 100 TEUR (VJ: 100 TEUR). Die Auszahlung der erfolgsunabhängigen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats erfolgt im darauffolgenden Geschäftsjahr. Zum 31. Dezember 2020 sind die Bezüge des Geschäftsjahres 2020 in dem Bilanzposten »Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten« ausgewiesen.

     

  • Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB Compliance Erklärung 2020
    • Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG

      Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 16. Dezember 2019 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:

      1. Der Kodex sieht unter dem Punkt A2 vor, dass Beschäftigten und Dritten die Möglichkeit eingeräumt werden soll, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.

      Sowohl in der Holdinggesellschaft als auch in den Tochtergesellschaften der PVA TePla-Gruppe besteht die Möglichkeit, Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen außerhalb eines geschützten Hinweissystems bekannt zu geben.

      Begründung:Der Vorstand beabsichtigt derzeit nicht, ein geschütztes Hinweissystem einzurichten. Für Beschäftigte in unserem Unternehmen bestehen Möglichkeiten, etwaige Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen beim Betriebsrat zur Anzeige zu bringen. Dadurch können diese Verstöße auf vertrauliche Weise bekannt gemacht werden. Bei der Interessensabwägung wurde maßgeblich mitberücksichtigt, dass die Risiken ihres Missbrauchs und die Schaffung einer Atmosphäre des Misstrauens mit negativen Auswirkungen auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation überwiegen. Dritte haben die Möglichkeit, Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen auf den allseits bekannten Wegen bekannt zu machen.

      2. Der Kodex sieht unter dem Punkt C.5 u.a. vor, dass der Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft keinen Aufsichtsratsvorsitz in einer konzernexternen, börsennotierten Gesellschaft wahrnehmen soll.

      Der Aufsichtsratsvorsitzende Alexander von Witzleben gehört dem Vorstand einer externen börsennotierten Gesellschaft an.

      Begründung: Aufsichtsrat und Vorstand der PVA TePla AG sehen keine Interessens- und Zeitkonflikte durch die zwei Mandate. Alexander von Witzleben hat die intensive, kritische Begleitung der PVA TePla seit Amtsantritt fortlaufend unter Beweis gestellt.

      3. Der Kodex sieht unter dem Punkt C.7 u.a. vor, dass Aufsichtsratsmitglieder unter dem Aspekt der Unabhängigkeit von der Gesellschaft und dem Vorstand dem Aufsichtsrat nicht länger als 12 Jahre angehören sollen.

      Alexander von Witzleben und Prof. Dr. Hebestreit gehören dem Aufsichtsrat länger als 12 Jahre an.

      Begründung: Der Aufsichtsrat erachtet eine pauschale Regelgrenze für die Dauer der Zugehörigkeit der Aufsichtsratsmitglieder als nicht sachgerecht. Die Festlegung einer solchen Grenze würde auf der Vermutung fußen, dass allein eine längere Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ein Aufsichtsratsmitglied für eine weitere Mitgliedschaft disqualifiziert bzw. seine Unabhängigkeit in Frage stellt. Für eine solche Vermutung besteht keine sachliche Rechtfertigung. Im Übrigen berücksichtigt eine solche starre Regelgrenze individuelle Faktoren, die für eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder sprechen, nicht.

      4. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex unter dem Punkt D2 die Bildung von Ausschüssen und unter dem Punkt D3 die Bildung eines Prüfungsausschusses vor.

      Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.

      Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Mit WP/StB Prof. Dr. Gernot Hebestreit verfügt der Aufsichtsrat über ein Mitglied mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungsle­gungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren, der mit der Abschlussprüfung vertraut und unab­hängig ist.

      5. Der Kodex enthält unter den Punkten G.7 bis G.11 sowie G.13 und G.14 eine Reihe von Empfehlungen hinsichtlich variabler Vorstandsvergütungsbestandteile. Es sollen für jedes Vorstandsmitglied für alle variablen Vergütungsbestandteile Leistungsindikatoren festgelegt werden, die sich – neben operativen – vor allem an strategischen Zielsetzungen orientieren sollen. Zudem soll die Vergütung anhand dieser Leistungsindikatoren für jedes Jahr individuell gewährt werden. Eine nachträgliche Änderung dieser Zielwerte soll dabei ausgeschlossen werden. Gewährungsbeträge einer langfristigen Vergütung sollen weiterhin erst nach vier Jahren zur Verfügung stehen und überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Bei außergewöhnlichen Entwicklungen soll dem Aufsichtsrat die Möglichkeit eingeräumt werden, eine variable Vergütung einzubehalten oder zurückzufordern. Weiterhin empfiehlt der Kodex in den Punkten G.13 und G.14, dass im Falle eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbotes die Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung angerechnet wird und im Falle eines Kontrollwechsels keine Zusagen für Leistungen aufgrund einer vorzeitigen Vertragsbeendigung vereinbart sein sollen.

      Die kurzfristige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bemisst sich anhand der Entwicklung des EBIT, wobei mindestens ein vertraglich individuell definierter Sockelbetrag zu erreichen ist und die Vergütung der Höhe nach begrenzt ist.

      Für drei von vier Vorstandsmitgliedern wurde weiterhin eine langfristige variable Vergütung definiert, die sich anhand der Marktkapitalisierung der Gesellschaft in einem 3-Jahres-Zeitraum bemisst und die kurzfristige variable Vergütung übersteigt. Die Marktkapitalisierung muss dabei ein Mindestniveau erreichen. Diese variable Vergütungskomponente steht dem Vorstandsmitglied nach Ablauf des 3-Jahres-Zeitraums zur Verfügung, wird in Geldwerten gewährt und ist der Höhe nach begrenzt.

      Eine Möglichkeit zur Rückforderung der variablen Vergütungsbestandteile oder deren Einbehalt wurde vertraglich nicht vereinbart. 

      Bei einem von vier Vorstandsmitgliedern findet im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit keine Anrechnung der Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung statt.

      Im Falle eines Kontrollwechsels soll die vereinbarte Abfindungszahlung 150% des Abfindungscaps nicht übersteigen.

      Begründung: Die vertraglichen Regelungen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder wurden der Größe und Komplexität der Gesellschaft entsprechend festgelegt und stehen im Einklang mit den strategischen Zielen der Gesellschaft. Dennoch werden die Anregungen des Kodex im Rahmen künftiger Vertragsgestaltungen eine angemessene Berücksichtigung finden.

      Wettenberg, im November 2020

      für den Vorstand:

      Alfred Schopf
      Vorsitzender des Vorstands

      für den Aufsichtsrat:

      Alexander von Witzleben
      Vorsitzender des Aufsichtsrats

    • Die PVA TePla AG übt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen und selbst gesetzten Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, die Erklärung zur Unternehmensführung, die Satzung des Unternehmens, den Nachhaltigkeitsbericht, den Chancen- und Risikobericht und den Verhaltenskodex (Code of Conduct). Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.

      Nach­hal­ti­ge Un­ter­neh­mens­füh­rung

      Nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung sind für die PVA TePla-Gruppe ausgesprochen wichtig. Sie sind eine wichtige Basis, auf der das Unternehmen ausgerichtet und in die Zukunft geführt wird. Nachhaltig und verantwortungsbewusst handeln heißt für die Unternehmensgruppe: Recht und Gesetz achten, Ressourcen schonen, den Klimaschutz fördern und der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft nachkommen. Die PVA TePla-Gruppe ist davon überzeugt, dass nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Wirtschaften die Innovations- und Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe erhöht. Deshalb ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Unternehmensentwicklung. Indem finanzielle und nicht-finanzielle Indikatoren zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise verbunden werden, wird ein positiver Beitrag für Mitarbeiter und Umwelt geleistet.

      Der Nachhaltigkeitsbericht kann auf der Webseite unter https://www.pvatepla.com/investor-relations/aktuelles/ eingesehen werden.

      Chancen- und Risikobericht

      Die Risiko- und Chancenstrategie ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand und die unternehmerische Weiterentwicklung des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Strategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. der Gruppe werden angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst eingegangen, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsführern und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen ab, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken.

      Die Risiko- und Chancenstrategie kann auf der Webseite unter https://www.pvatepla.com/investor-relations/corporate-governance/ eingesehen werden.

      Satzung der PVA TePla AG

      Die Satzung des Unternehmens kann unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.pvatepla.com/fileadmin/user_upload/Gruppenwebsite/downloads/pva-tepla-ag-satzung-2017-dt.pdf

       

       

    • Vorstand

      Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.

      Arbeitsweise des Vorstands

      Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.

      Für den Konzern legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.

      Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die vier Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.

      Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.

      Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert.

      Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.

      Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

      • Manfred Bender, CEO, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1965
      • Alfred Schopf, Co-CEO (bis 18. Juni 2021), Staatsangehörigkeit Deutsch, *1957
      • Oliver Höfer, COO, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1969
      • Jalin Ketter, CFO, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1985
      • Dr. Andreas Mühe, CTO, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1970

      Hinsichtlich der Altersgrenze ist für die Mitglieder des Vorstands laut Geschäftsordnung des Vorstands eine Altersgrenze von 65 Jahren festgelegt.

      Der Vergütungsbericht des Vorstands kann unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.pvatepla.com/investor-relations/corporate-governance/

      Geschäftsordnung des Vorstands der PVA TePla AG

      Die Geschäftsordnung des Vorstands kann unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.pvatepla.com/investor-relations/corporate-governance/

      Aufsichtsrat

      Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung der der Gesellschaft gewählt werden. Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder sind unter www.pvatepla.com/ueber-pva-tepla/ verfügbar. Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.

      Arbeitsweise des Aufsichtsrats

      Der Aufsichtsrat lässt sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren. Im Falle von besonderen unternehmensexternen oder -internen Vorkommnissen hält der Aufsichtsrat zudem außerordentliche Sitzungen ab. Aufgrund der geringen Zahl an Mitgliedern (drei Mitglieder) entfällt die Einrichtung von Ausschüssen.

      Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert. Herr Prof. Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.

      Regelmäßige Berichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.

      Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand im Rahmen einer langfristigen Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands. Fragen zur Besetzung des Vorstands sind regelmäßig auf der Agenda in Aufsichtsratssitzungen. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Zusammensetzung des Vorstands. Zusammen mit dem Vorstand werden potentielle Nachfolgethemen identifiziert und für den konkreten Einzelfall ein Maßnahmenplan verabschiedet. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für zu besetzende Vorstandspositionen vor, die sowohl mit im Unternehmen entwickelten Kandidaten besetzt werden als auch aus dem externen Umfeld stammen können.

      Durch die Bestellung neuer Vorstände im Geschäftsjahr 2020 sieht der Aufsichtsrat den Vorstand für die Zukunft stabil aufgestellt und sieht zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Handlungsbedarf.

      Die langfristige Nachfolgeplanung der PVA TePla AG orientiert sich an der Unternehmensstrategie. Grundlage für aus dem Unternehmen stammende Kandidaten ist eine systematische Managemententwicklung mit den folgenden wesentlichen Elementen:

      • Frühzeitige Identifizierung geeigneter Kandidaten unterschiedlicher Fachrichtungen und unterschiedlichen Geschlechts
      • Systematische Entwicklung der Führungskräfte durch die erfolgreiche Übernahme von Aufgaben mit wachsender Verantwortung, möglichst in verschiedenen Geschäften, Regionen und Funktionen
      • Nachgewiesener, erfolgreicher strategischer sowie operativer Gestaltungswille und Führungsstärke, insbesondere unter herausfordernden Geschäftsbedingungen

      Unabhängig von einzelnen Kriterien ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass letztlich nur die ganzheitliche Würdigung der einzelnen Persönlichkeit ausschlaggebend für eine Bestellung in den Vorstand der PVA TePla AG sein kann. Folgende Kriterien erachtet der Aufsichtsrat für den Vorstand als Ganzes für Wesentlich:

      • Langjährige Führungserfahrung in naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Arbeitsgebieten
      • Internationale Erfahrung aufgrund von Herkunft und/oder beruflicher Tätigkeit
      • Eine ausgewogene Altersstruktur, um die Kontinuität der Vorstandsarbeit zu gewährleisten und eine reibungslose Nachfolgeplanung zu ermöglichen

      Die Anzahl der Vorstandsmitglieder ergibt sich aus den für die Führung einer Holding mit mehreren Tochtergesellschaften notwendigen Arbeitsfeldern. Der Vorstand besteht zum 31. Dezember 2020 aus vier Mitgliedern.

      Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

      • Alexander von Witzleben, Aufsichtsratsvorsitzender, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1963
      • Prof. Dr. Markus H. Thoma, Aufsichtsrat, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1958
      • Prof. Dr. Gernot Hebestreit, Aufsichtsrat, Staatsangehörigkeit Deutsch, *1963

      Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet.

      Kompetenzprofil des Aufsichtsrats

      Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG ist so zusammengesetzt, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Seine Mitglieder sollen insgesamt über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben eines Aufsichtsrats in einem kapitalmarktorientierten, international tätigen Unternehmen im Bereich des Hochtechnologie-Anlagenbaus erforderlich sind.

      Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgende Ziele zu seiner Zusammensetzung beschlossen:

      Anforderungen an die Zusammensetzung des Gesamtgremiums

      a. Kompetenzprofil

      Der Aufsichtsrat soll insgesamt über die Kompetenzen verfügen, die angesichts der Aktivitäten des PVA TePla-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören insbesondere vertiefte Erfahrungen und Kenntnisse in der Führung eines mittelgroßen, international tätigen Konzerns; im Anlagenbau und insbesondere im Projektgeschäft mit zum Teil global führenden Unternehmen; auf dem Gebiet Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich der für das Unternehmen relevanten Technologien sowie angrenzender oder verwandter Bereiche; auf den Gebieten Produktion, Vertrieb, Führungskräfteentwicklung; in den wesentlichen Märkten, in denen die PVA TePla - Gruppe tätig ist; im Rechnungswesen und in der Rechnungslegung; im Controlling/Risikomanagement und auf dem Gebiet Governance/Compliance. Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen und die Aufsichtsratsmitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit den relevanten Märkten, in denen die Gruppe tätig ist, vertraut sein. Der gegenwärtige Aufsichtsrat sieht das Kompetenzprofil als vollständig umgesetzt an, da alle oben beschriebenen Fachgebiete und Kompetenzen in ausreichendem Maße von den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Einzelnen oder in seiner Gesamtheit abgebildet werden.

      b. Unabhängigkeit und potenzielle Interessenkonflikte

      Mehr als die Hälfte der Aufsichtsratsmitglieder soll unabhängig im Sinne von Punkt C7 des Deutschen Corporate Governance Kodex sein. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrats gehören länger als zwölf Jahre dem Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat erachtet eine pauschale Regelgrenze für die Dauer der Zugehörigkeit der Aufsichtsratsmitglieder als nicht sachgerecht. Die Festlegung einer solchen Grenze würde auf der Vermutung fußen, dass allein eine längere Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ein Aufsichtsratsmitglied für eine weitere Mitgliedschaft disqualifiziert bzw. seine Unabhängigkeit in Frage stellt. Für eine solche Vermutung besteht keine sachliche Rechtfertigung. Im Übrigen berücksichtigt eine solche starre Regelgrenze individuelle Faktoren, die für eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder sprechen, nicht. Aus diesem Grund erachten alle Mitglieder des Aufsichtsrats sich und ihre Arbeit als unabhängig. Eine von vornherein festgelegte Grenze, ab der die Arbeit eines Aufsichtsratsmitglieds als nicht mehr unabhängig eingeschätzt wird, erscheint dem Aufsichtsrat zudem aufgrund des damit einhergehenden Verlustes an Erfahrung, Expertise und Effizienz als nicht sachgerecht. Mit einer grundsätzlich kritischen Grundhaltung gegenüber dem Vorstand zeigen alle Mitglieder des Aufsichtsrats im Austausch mit dem Vorstand, dass sie über eine eigenständige Haltung in allen relevanten Fragen der Unternehmensführung verfügen und zu einem eigenständigen Urteil gelangen und somit unabhängig sind.

      Alle Aufsichtsratsmitglieder sollen darüber hinaus ohne potenzielle Interessenkonflikte sein, insbesondere ohne solche, die aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Zurzeit gehört dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied des Vorstands an.

      c. Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat
      Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht eine Altersgrenze von 70 Jahren für Mitglieder des Aufsichtsrats vor.

      Alexander von Witzleben (Vorsitzender) gehört seit 2004, Prof. Dr. Gernot Hebestreit seit 2008 und Prof. Dr. Markus H. Thoma seit 2014 dem Aufsichtsrat der PVA TePla AG an.

      Anforderungen an einzelne Aufsichtsratsmitglieder

      a. Allgemeines Anforderungsprofil

      Aufsichtsratsmitglieder sollen über unternehmerische bzw. betriebliche Erfahrung und allgemeine Kenntnisse im Spezialmaschinenbau verfügen. Sie sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Unternehmen zu erfüllen. Aufsichtsratsmitglieder sollen der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten nachkommen.

      b. Zeitliche Verfügbarkeit

      Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt sicher, dass es den zu erwartenden Zeitaufwand zur ordnungsgemäßen Ausübung des Aufsichtsratsmandats aufbringen kann. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass jährlich mindestens vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten werden, die jeweils angemessener Vorbereitung bedürfen, und ausreichend Zeit für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des (Konzern-)Lageberichts vorzusehen ist. Darüber hinaus können zusätzlich außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats zur Behandlung von Sonderthemen notwendig werden. Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen, gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium zum Ziel haben und insbesondere auf Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der Kandidaten achten.

      Die Selbstevaluierung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde anhand eines detaillierten Fragenkatalogs und von Interviews durchgeführt und somit die gemäß Corporate Governance Kodex vorgesehene Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen.

      Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der PVA TePla AG

      Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats kann unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.pvatepla.com/investor-relations/corporate-governance/

       

      für den Vorstand:

      Alfred Schopf
      Vorsitzender des Vorstandes 

      für den Aufsichtsrat:

      Alexander von Witzleben
      Vorsitzender des Aufsichtsrats

    • Diversität im Unternehmen

      Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG setzen auf die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bilden für die PVA TePla-Gruppe die Grundlage eines leistungsfähigen und erfolgreichen Unternehmens. Die Aktivitäten haben zum Ziel, die richtigen Menschen zur Bewältigung unserer Herausforderungen zusammenzubringen, eine Arbeitskultur zu schaffen, welche die Leistungsfähigkeit, Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte fördert. Für die PVA TePla AG – einer reinen Führungs- und Funktionsholding von mittelständischen Tochtergesellschaften im Bereich Spezialmaschinenbau – existiert unterhalb der Vorstandsebene nur eine Führungsebene. Im September 2020 besteht ein Frauenanteil von 40%. Für den Frauenanteil an der Führungsebene unterhalb des Vorstands wird in Zukunft angestrebt, den Anteil in dieser Höhe zu halten oder noch zu erhöhen.

      Diversität im Vorstand

      Der Aufsichtsrat besetzt Vorstandspositionen insbesondere nach fachlicher und persönlicher Eignung der Kandidaten/innen. Bei gleicher Eignung wird der Aufsichtsrat die Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei auch auf den Frauenanteilachten. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern wird der Aufsichtsrat somit nicht nur darauf achten, dass die bestellten Personen über die persönlichen und fachlichen Eignungen und Erfahrungen verfügen, die für die Wahrnehmung des Amtes erforderlichen sind. Er wird auch anstreben, dass der Vorstand in der Person seiner Mitglieder durch eine Vielfalt (Diversity) von Meinungen und Erfahrungen geprägt ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehören dem Vorstand vier männliche Mitglieder und ein weibliches Mitglied an (ab dem 19. Juni 2021 besteht der Vorstand aus drei männlichen und einem weiblichen Mitglied). Somit beträgt die Frauenquote ab dem 19. Juni 2021 im Vorstand 25%. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde in Bezug auf eine bestimmte Frauenquote die Zielgröße von 0 definiert.

      Diversität im Aufsichtsrat

      Der Aufsichtsrat, dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Frauen angehören und der nur aus wenigen Mitgliedern besteht, hat für eine bestimmte Frauenquote bis zum 31. Dezember 2021 die Zielgröße von 0 definiert. Hinsichtlich des Themas Gleichstellung von Männern und Frauen lässt sich der Aufsichtsrat für seine Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung insbesondere von der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten/innen leiten. Bei gleicher Eignung wird der Aufsichtsrat die Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei auf den Frauenanteil achten.

      Diversitätskonzept für den Vorstand

      Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfolgt für die Zusammensetzung des Vorstands, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt (2020) aus vier Personen besteht, folgendes Konzept:

      Bei Abwägungen, welche Persönlichkeiten den Vorstand als Gremium am besten ergänzen würden, berücksichtigt der Aufsichtsrat auch Vielfalt (Diversity). Unter Vielfalt als Abwägungsgesichtspunkt versteht der Aufsichtsrat insbesondere unterschiedliche, sich gegenseitig ergänzende fachliche Profile, Berufs-, Bildungs- und Lebenserfahrungen, auch im internationalen Bereich, Alter und eine angemessene Vertretung beider Geschlechter. Dabei berücksichtigt der Aufsichtsrat insbesondere auch folgende Gesichtspunkte:

      • Vorstandsmitglieder sollen über langjährige Führungserfahrung verfügen.
      • Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über technischen Sachverstand, insbesondere über Kenntnisse und Erfahrungen in der Herstellung und im Vertrieb von Spezialmaschinen aller Art und sonstigen technischen Erzeugnissen, sowie über internationale Erfahrung verfügen.
      • Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Finanzen und Personalführung verfügen.
      • Mit welcher Persönlichkeit eine konkrete Vorstandsposition besetzt werden soll, entscheidet der Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse und unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls.

      Im Geschäftsjahr 2020 wurden oben beschriebene Abwägungsgesichtspunkte hinsichtlich des Diversitätskonzepts bei der Berufung von Mitgliedern in den Vorstand berücksichtigt: Ein weibliches Mitglied wurde in den Vorstand berufen, ein neues Mitglied liegt altersmäßig deutlich unter der Altersstruktur der bisherigen Mitglieder des Vorstands.

      Unabhängig von einzelnen Kriterien ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass letztlich nur die ganzheitliche Würdigung der einzelnen Persönlichkeit ausschlaggebend für eine Bestellung in den Vorstand der PVA TePla AG sein kann. Folgende Kriterien erachtet der Aufsichtsrat für den Vorstand als Ganzes für Wesentlich:

      • Langjährige Führungserfahrung in naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Arbeitsgebieten
      • Internationale Erfahrung aufgrund von Herkunft und/oder beruflicher Tätigkeit
      • Eine ausgewogene Altersstruktur, um die Kontinuität der Vorstandsarbeit zu gewährleisten und eine reibungslose Nachfolgeplanung zu ermöglichen

      Die Anzahl der Vorstandsmitglieder ergibt sich aus den für die Führung einer Holding mit mehreren Tochtergesellschaften notwendigen Arbeitsfeldern. Der Vorstand besteht zum 31. Dezember 2020 aus vier Mitgliedern.

      Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat

      Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt (2020) aus drei Personen besteht, strebt angesichts der unternehmensspezifischen Situation, des betriebenen Unternehmensgegenstands sowie der Größe der Gesellschaft als Ziel eine Zusammensetzung des Aufsichtsrats an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:

      Aufseiten der Anteilseigner sollen alle Personen ohne potenzielle Interessenkonflikte im Aufsichtsrat vertreten sein, insbesondere ohne solche Interessenkonflikte, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können.

      Der Aufsichtsrat soll in seiner Gesamtheit Erfahrung in einem international tätigen Unternehmen nach Möglichkeit im Bereich des Hochtechnologie-Anlagenbaus vorweisen. Des Weiteren muss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Die Aufsichtsratsmitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit den relevanten Märkten, in denen die PVA TePla-Gruppe tätig ist, vertraut sein.

      Der Aufsichtsrat wird bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung weiterhin auf die Vielfalt (Diversity) in Form von Alter, Bildungs-, Berufshintergrund, Internationalität und den Frauenanteil achten.

       

  • Risiko- und Chancenstrategie

    Die Risiko- und Chancenpolitik der PVA TePla-Gruppe entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern sowie unangemessene Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategie.

    Die Geschäftsfelder der PVA TePla-Gruppe sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Als Risiko gilt dabei die Möglichkeit, dass Ereignisse oder Handlungen die PVA TePla-Gruppe oder eines ihrer Geschäftsfelder daran hindern, anvisierte Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für die PVA TePla-Gruppe wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe zu sichern. Eine Verrechnung von Risiken und Chancen erfolgt nicht. Die wesentlichen Risiken und Chancen werden im Folgenden erläutert.

    Risiko- und Chancenstrategie

    Die Risiko- und Chancenstrategie ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand und die unternehmerische Weiterentwicklung des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Strategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. der Gruppe gehen wir angemessene, überschau- und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert.

    Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsführern und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen ab, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.

    Risiko- und Chancenmanagement

    Der Umfang des Risikomanagements entspricht dem Konsolidierungskreis der PVA TePla-Gruppe. Das Risikomanagement erfolgt in der PVA TePla AG, ihren Tochterunternehmen und in den Geschäftsprozessen dezentral auf Basis der organisatorischen Grundlagen. Die Vorstände bzw. die Geschäftsführer sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems, um insbesondere die Vorstände laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla-Gruppe zu informieren. Aufgabe der Verantwortlichen ist darüber hinaus, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die Verantwortlichen überwachen die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen turnusmäßig. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Die Berichterstattung gegenüber der Öffentlichkeit erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess gegebenenfalls durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um relevante Themen rechtzeitig zu adressieren.

    Das Risikomanagementsystem umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für die PVA TePla-Gruppe erfasst und bezüglich ihrer Relevanz sowie möglicher Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt. Das Risikomanagementsystem, welches ebenfalls das Compliance-Management-System umfasst, ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden. Die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagementsystems wird in regelmäßigen Zeitabständen auf Vorstandsebene kontrolliert und entsprechend angepasst. Vorstand und Aufsichtsrat legen regelmäßig Bereiche fest, in denen die PVA TePla-Gruppe einer internen Revision unterzogen wird. Für diese Prüfungen werden bedarfsweise externe Gesellschaften hinzugezogen.

    Das Chancenmanagement ist ebenfalls integraler Bestandteil der konzernweiten Steuerung. Die einzelnen Chancenbereiche werden im Rahmen des Strategieprozesses identifiziert und bewertet. Ebenso wie Risiken werden Chancen dezentral erhoben und gesteuert. Über ein regelmäßiges Reporting wird frühzeitig erkannt, ob Markt- und Wettbewerbsentwicklungen oder konzerninterne Ereignisse eine Neubewertung erforderlich machen. Wie bei der Risikobetrachtung erfolgt auch beim Chancenmanagement die Berichterstattung gegenüber der Öffentlichkeit grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess gegebenenfalls durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um relevante Themen rechtzeitig publik zu machen.

    Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

    Ziel der eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte „Interne Kontrollsystem“ (IKS) gewährleistet werden. Es wird auf eine adäquate Trennung von Funktionen geachtet, zudem wurden angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus wird auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten geachtet, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem wurden Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen des zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

    Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und gegebenenfalls durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist in diesem Fall dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations- und Prüfrechte.

    Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Das zentrale Buchhaltungssystem ist mit dem ERP-System über umfassende Schnittstellen verbunden.

    Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen und -controlling gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen. Zusätzlich prüft der Abschlussprüfer die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit.

    Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein IKS noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

  • Abschlussprüfer

    Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wird entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlussprüfer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1. des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.

    Für das Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Prüfung der Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main“. Die Abschlüsse wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

  • Satzung

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