Verbindungen, die halten.
Löten
Hochvakuum-Löten
Hochvakuum-Löten beschreibt ein Fügeverfahren, bei dem unterschiedlichste Materialien in einer hochreinen Vakuumatmosphäre unter Wärmezufuhr mithilfe eines Zusatzwerkstoffes zusammengefügt werden. Das Lot schmilzt dabei auf, benetzt die Oberflächen und verbindet so mehrere Bauteile miteinander.
Im Unterschied zum Schweißen erfolgt jedoch kein Aufschmelzen der zu fügenden Grundwerkstoffe, da der Schmelzbereich der Lotlegierungen deutlich unterhalb derjenigen der Grundwerkstoffe liegt.
Industrien im Fokus
Hochvakuum-Lötanlagen spielen eine entscheidende Rolle sowohl in der Werkzeugherstellung als auch in der Messtechnik. Sie werden für die Fertigung von Hochleistungs-Schneidwerkzeugen – wie CBN- und Diamantwerkzeugen – für anspruchsvolle Industrieanwendungen eingesetzt sowie zum Fügen von Präzisionskomponenten in modernen Messinstrumenten, darunter Sonden für 3D-Koordinatenmessmaschinen und Bauteile für Coriolis-Durchflussmesser. Diese Technologie gewährleistet robuste, präzise und zuverlässige Verbindungen und erfüllt die hohen Anforderungen moderner Fertigungs- und Messtechniklösungen. Weitere Industrien im Überblick:
Luft- und Raumfahrt
Für die Luft- und Raumfahrtindustrie bietet Hochvakuum-Löten optimale Lösungen für das Reparaturlöten von Bauteilen aus Refraktärmetallen, wie Turbinenschaufeln aus Titan, sowie für das präzise Fügen von Nichteisenwerkstoffen wie Graphit mit Refraktärmetallen – beispielsweise bei der Herstellung von Hitzeschildern.
Energie
Hochvakuum-Lötanlagen werden zur Herstellung von Vakuum-Leistungsschaltern (VI) eingesetzt, die eine zentrale Rolle bei der Erweiterung und Modernisierung elektrischer Energienetze spielen. Da VIs konventionelle, mit SF₆ gefüllte Schalter mit hohem Treibhauspotenzial (GWP) ersetzen können, unterstützen sie den Übergang zu nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Schalttechnologien. Als Vorreiter in dieser Branche stehen wir an der Spitze dieses technologischen Wandels.
Medizin
In der Medizintechnik sorgt Hochvakuum-Löten für die Reinigung und das präzise Fügen von Bauteilen für Röntgenröhren sowie für hochreine Verbindungen zwischen Werkstoffen wie Glas und Stahl – zum Beispiel in der Endoskopie.
Leistungselektronik
Das Active-Metal-Brazing-(AMB)-Verfahren für keramische Substrate ist ein zentraler Prozess in der Herstellung von Hochleistungselektronik. Es ermöglicht die zuverlässige und präzise Verbindung von Materialien, die für anspruchsvolle Anwendungen in der Leistungselektronik erforderlich sind.
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